erleben – lernen – gestalten
„Die anthroposophische Heilpädagogik hat als erstes Ziel, die Persönlichkeit im Kinde zu wecken und ihm Vertrauen zum Leben zu geben“ (Bernhard Lievegoad)
Unabhängig von jeglicher Behinderung ist jedes Kind im Kern seines Wesens und seiner Individualität ein heiler, gesunder Mensch.
Unser pädagogisches Ziel ist es den jungen Menschen umfassend in allen Facetten seiner Persönlichkeit zu bilden und zu entwickeln-sowohl intellektuell, emotional, körperlich, praktisch als auch sozial. Dabei orientiert sich der Unterricht am allgemeinen Waldorflehrplan, wird jedoch den Bedürfnissen und Möglichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler angepasst.
Die Förderung der Entwicklung unserer Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen basiert auf folgenden Elementen:
- Im Erleben bildet sich die schöpferische Fantasie und die seelische Regsamkeit.
- Im Lernen werden gedankliche Fähigkeiten geweckt.
- Im Gestalten entsteht Tatkraft und der Wille, an der Welt mitzubauen.
Unser gemeinsamer Morgenspruch lautet daher: „In dem Herzen webet Fühlen, in dem Haupte leuchtet Denken, in den Gliedern kraftet Wollen. Webendes Leuchten, Kraftendes Weben, Leuchtendes Kraften: Das ist der Mensch.“
Der Unterricht ist ganzheitlich konzipiert, wobei eine wissenschaftliche Grundhaltung, künstlerische Gestaltung und spirituelle Offenheit für die Lehrenden von zentraler Bedeutung sind. Dabei werden kognitive, künstlerische und praktische Lernfelder gleich gewichtet, wie es im allgemeinen Leitbild der Waldorfschulen festgelegt ist.
Ein besonderes Augenmerk liegt während der gesamten Schulzeit auf dem die Lebenskräfte stärkenden Element des Rhythmus, der den gesamten Unterricht prägt. Gemeinsame Feiern im Jahreslauf, Klassenspiele, Jahres- und Facharbeiten sowie Eurythmie-Aufführungen sind dabei feste Bestandteile des Schullebens. Neben den heilpädagogischen Inhalten wird ein vielfältiges Schulleben von dem gemeinsamen Engagement für die Selbstverwaltung bereichert. Immer wieder erkunden wir die Besonderheiten, Schätze und Potenziale unseres Schulorganismus. Dies verbindet uns und stärkt das Zusammenwirken in der Schule. Wir setzen uns mit neuen Entwicklungen auseinander, die von außen Einfluss auf unser Schulleben nehmen und entwickeln eigene Zukunftsbilder und Visionen für die Gestaltung des Schulganzen.
Unser Verhaltenskodex: „Wir wollen uns mit gegenseitigem Respekt begegnen, die eigenen und die Grenzen der anderen wahren und aufmerksam sein. Wir verpflichten uns, Kinder und Jugendliche vor körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt zu schützen und mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gemeinsam angemessene und professionelle Lösungen zu finden.“
Sonnenhellweg-Schule Bielefeld, 2026
